Erstens Hoch 2

Ein Lotse für die Liebe – verrückte Idee?

Schenkt euch Zukunft: Liebeslotsen

Ist es wirklich eine spinnerte Idee oder könnte dieser Ansatz dazu beitragen, dass Paarcoaching in den Köpfen von Ehepaaren, gleichgeschlechtliche Partnerschaften und Beziehungen als echte Alternative zu Trennung und Durchhalten ankommt?

Beim Gespräch mit einem sehr engagierten Pfarrer habe ich letzte Woche den Satz gehört “Manche Leute sehe ich zur Hochzeit und dann nicht mehr, bis ich sie irgendwann per Zufall treffe, aber dann sind sie schon wieder geschieden.” Das muss ziemlich frustrierend sein, stelle ich mir vor.

Irgendwo dazwischen, zwischen den weißen Tauben zum Hochzeitsfest und dem Babyblues, zwischen der irrwitzigen Verliebtheit des Anfangs und der einsetzenden Alltagslangeweile, zwischen kühnen Träumen und Berufsstress müsste es doch möglich sein, die Menschen abzuholen, Angebote zu machen und dem scheinbar Unausweichlichen entgegen zu treten.

Was tun sie nicht alle, die Paare, wenn ihnen die Liebe ausgeht: Sie treiben unglaublich viel Sport, engagieren sich bis zur totalen Erschöpfung für die weitläufige Familie, sie bestellen Kleidung – jeden Tag ein neues Paket. Sie verreisen viermal im Jahr an die verrücktesten Orte, aber ihrer Partnerschaft wird dieser Einsatz nicht zuteil. Warum eigentlich nicht? Weil manche Partner denken:”Sobald ´was Besseres kommt, bin ich eh weg!”? Oder weil man dem anderen nicht signalisieren will, das er einem noch etwas bedeutet? Weil Partnerschaften eben einfach “zu laufen haben”? Weil uns niemand lehrt, wie das geht mit der lebenslangen Liebe?

Die Lotsen wollen eine Tür aufmachen zu Lösungen und einer Erweiterung des persönlichen Horizonts. Ich bin sehr gespannt, wie die Idee ankommt.

Stephanie Katerle | 12. November 2013
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