Erstens Hoch 2

Liebe im Büro – alter Hut oder heißes Eisen?

 

 

Mitwirkung an der Sendung im WDR Fernsehen am 11.12.2013 .

Der WDR mich als Expertin in die Sendung “Daheim und unterwegs” am 11.12.2013 eingeladen. Dort darf ich über einen Dauerbrenner in Beziehungen berichten: Liebe am Arbeitsplatz: Ob es der eigene Partner ist, der am Arbeitsplatz mit uns zusammenarbeitet oder eine Konkurrenz für die Partnerschaft, der/die in Form eines/einer Kollegin auftaucht: das Thema “Liebe im Büro” ist kein unkompliziertes…

Liebe im Büro – alter Hut oder heißes Eisen?

Wer sich heute auf eine Stelle bewirbt, muss die unterschiedlichsten – und wachsende Bereitschaften mitbringen. Sachverstand und Kompetenz allein sind heute nicht mehr entscheidend für eine Einstellung. Begriffe wie „Leidenschaft“ , „Begeisterungsfähigkeit“ oder sogar „Hingabe“ werden in Stellenanzeigen formuliert. Gehören diese Dinge nicht nach Hause, in die Liebesbeziehung? Und was passiert, wenn diese Hingabe und Leidenschaft auch die Kollegen oder Kolleginnen einschließt, die im Büro von ihr erfasst werden?

Wie sperren wir die Arbeit aus unserem Privatleben aus, wenn noch nachts um zwei per Smartphone die Ergebnisse eines streberhaften Kollegen auf den Nachttisch geschickt werden? Wie kann eine Partnerin auch nur ansatzweise verstehen, mit welchen vielfältigen Aufgaben, mit welchen unterschiedlichen Netzwerken ihr Mann zu tun hat oder umgekehrt?

Und wie gehen Paare damit um, wenn sie plötzlich zusammenarbeiten müssen – oder wenn Kollegen plötzlich ein paar sind? Der Betrieb ist auch zu Hause immer dabei, immer präsent. Dank Smartphones und Tablet-PCs, dank ständiger Erreichbarkeit über Internet, Mobilfunk und andere Medien greift die Arbeit in alle Bereiche des Lebens über.

Für Beziehungen zwischen Menschen, die nicht im gleichen Berufsfeld arbeiten oder besonders dann, wenn die Partnerin z.B. während der Kindererziehung vorübergehend nicht arbeitet, wird das zum Dauerproblem. Statt sich auf das Privatleben einzulassen, buchstäblich „abzuschalten“ und ein gemeinsames „Programm zu fahren“ verbleibt vielleicht einer der Partner geistig und mit all der Energie im Job und vermag keine Grenze zu ziehen. Das ist gut für den Job, der als Berufung und Erfüllung wertgeschätzt wird und diese Wertschätzung in Form von Anerkennung zurück zu geben vermag; schlecht aber für die Partnerin oder den Partner, die daran nicht teilhaben können. Was uns mit dem Job verbindet, trennt uns unter Umständen vom Partner.

Je mehr der Beruf auch eine Berufung ist, desto eher funkt es zwischen Kollegen am Arbeitsplatz. Diese interessieren sich wirklich für das, was die längste Zeit des Tages im Gegenüber abläuft. Dass der oder die Partner/in von Vielem keine Ahnung hat, kann man ihr oder ihm nicht vorwerfen. Hier hilft nur gezieltes Informieren. Sich zur Strafe für gegenseitiges Desinteresse die kalte Schulter zu zeigen führt nämlich zu einer Kettenreaktion, die in letzter Konsequenz die Beziehung in Gefahr bringen kann.

Was tut man nun mit diesen Ergebnissen?
Bewusst und gezielt Zonen zu schaffen, in denen das Handy, das Tablet, das Telefon, nichts zu suchen haben, weder für private, noch für berufliche Zwecke, kann ein erster Schritt in Richtung Paargesundheit sein. Hier gilt es, gemeinsam fein und gewissenhaft zwischen Beruf und Privatleben zu unterscheiden und als Grundlage zu verwenden, dass beide Welten, seien sie nun von Erwerbsarbeit oder Erziehungsarbeit erfüllt, für das Ganze, nämlich das gemeinsame Leben, elementar wichtig sind. Und nur so erkennt der – oder diejenige, die mit der Sekretärin oder dem Kollegen flirtet, dass die Grenze zwischen Beruflichem und Privatem überschritten wurde.

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Stephanie Katerle | 09. Dezember 2013
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