FAQs:

Heute treffen wir Coaches an jeder Straßenecke. Es gibt Beauty-Coaches, Gesangscoaches und Mentaltrainer, von denen manche über glühende Kohlen laufen und dabei Eisenstangen verbiegen. Wie soll man sich da noch orientieren? Der Begriff “Coach” ist nicht geschützt, wie zum Beispiel der des Psychologen und es ist manchmal unübersichtlich, die Spezialisten anhand ihrer Qualität zu unterscheiden. So bleiben viele Fragen. Mit den Antworten auf häufig formulierte Kritik wird vieles klarer.

Hier finden Sie die am häufigsten formulierten Bedenken zum Thema Coaching – und meine Antworten. 

1. “Ich muss doch nicht auf die Couch!”

In meiner Praxis gibt es keine Couch. Und ich bin keine Psychotherapeutin. Bei therapiebedürftigen Themen würde ich Klienten an Fachärzte verweisen. Coaches arbeiten nur mit gesunden Klienten und suchen grundsätzlich nach Lösungen – nicht nach Problemen. 

2. “Das ist mir viel zu teuer!”

Ja, Coaching kostet Geld und bei den aktuellen Stundensätzen auch nicht wirklich wenig. Ob das zu viel ist, mag jeder selbst beurteilen. Als Idee: Wie viel kostet ein Friseurbesuch, ein Arztbesuch, ein Besuch im Theater? Ob Sie Ihr Geld in sich selbst investieren möchten, ist eine Frage Ihrer Prioritäten. Und das ist schon eine der ersten Coaching-Fragen!

3. “Wenn ich über mein Handeln nachdenken will, mach ich das mit mir alleine ab. Oder ich frage meinen Vater!”

Gut! Selbstreflektion ist eine wichtige Voraussetzung für Erfolg und Zufriedenheit. Dennoch: Der Fleck, auf dem man steht, den kann man nicht sehen. Und ob Vater, Freundin oder Ehemann objektiv aufs Leben schauen?  Oft ist der Blick von außen der Trick, der Beratung zum Erfolg verhilft.

4. “Da bekomme ich endlich Antworten auf alle meine Fragen.”

Vielleicht. Viel wahrscheinlicher ist jedoch, dass Sie sich viele Ihrer Fragen während des Coachings selbst beantworten werden können. Sie werden wachsen. Das macht dann vielleicht SIE zu einem Menschen, den man gerne etwas fragt.

5. “Jetzt geht es schnell bergauf.”

Stimmt. Meistens nehmen Sie die ersten Wirkungen von Coaching unmittelbar wahr. Bis sich dauerhafte Veränderungen in Ihrem Leben einen Platz geschaffen haben, kann es allerdings oft eine Weile dauern.

6. “Endlich habe ich jemanden, der ganz für mich da ist!”

Ja, wenn es um ein vorher vereinbartes Thema geht. Grundsätzlich kann alles zum Coaching-Thema werden, das Sie mitbringen. Aber nicht alles gleichzeitig und schon gar nicht durcheinander

7. “Jetzt werde ich ein besserer Mensch!”

Wenn man es auf ein spezielles Themengebiet bezieht, kann man das so sagen. Welche Aspekte Ihrer Persönlichkeit Sie verändern wollen, bestimmen aber Sie und zaubern kann auch kein Coach!

8. “Mir läuft die Zeit weg! Ich habe noch zwei Wochen! Mit Coach schaffe ich das aber sicher noch!” 

Möglicherweise. Rechnen Sie aber damit, dass Sie auf dem Weg zu Ihrem Ziel unter Anderem feststellen könnten, dass Ihr Ziel nachjustiert werden muss. Ein Karriere-Turbo ist der Coach nur dann, wenn Ziel, Sinn, Weg und Tempo gut aufeinander abgestimmt sind. 

9. “Meinem Freund/ meiner Bekannten hat das ganze Coaching nichts gebracht!”

Haben Sie Ihren Freund oder Ihre Bekannte gefragt, was genau Sie oder er erreichen wollte(n)? Wie klar war ihnen das Ziel? Ja, manche Coachings führen zu der Erkenntnis, dass alles besser noch eine Weile bleiben sollte, wie es ist. Das würde ich aber nicht als Misserfolg  bezeichnen. 

10. “Der Coach zeigt mir, wo es lang geht!” 

Ein Coach ist kein Lehrer. Er oder sie lässt sich von Ihnen Ihre Welt zeigen und erklären. Dabei stoßen sie zusammen auf neue Wege. Diese auch zu beschreiten, auszuprobieren und bis zum Ende zu gehen, dabei kann ein Coach helfen.

11. “Das ist viel zu zeitaufwändig!”

Ja, Sie investieren eine Menge Zeit. Denn neben den eigentlichen Sitzungen werden Sie Aufgaben und Denkanstöße bekommen, die Sie im Alltag beschäftigen werden. Doch was ist die Alternative? Entscheiden Sie selbst, ob Sie schneller voran kommen, wenn Ihr Thema unbearbeitet bleibt.

12. “Mein Thema ist viel zu seltsam!”

Verrückt, schräg, eigenartig und ganz und gar nicht stromlinienförmig – so sind erfolgreiche Menschen. Ihr scheinbar “seltsames” Thema könnte einmal zu Ihrem Markenzeichen werden. Alles, was Sie unverwechselbar macht, bietet Möglichkeiten für Wachstum. Trauen Sie sich!

13. “Davon darf keiner etwas erfahren, sonst halten mich meine Kollegen für schwach!”

Coaching wird leider immer noch von einigen wenigen als Zeichen von Schwäche gesehen. Fragen Sie diese Kritiker doch einmal, ob sie bei ihrem teuren Wagen auf die Inspektion oder gar eine Reparatur verzichten würden, bevor sie eine große Reise unternehmen. Wer seine Persönlichkeit pflegt, zeigt, dass er oder sie noch einiges vor hat. Im Übrigen ist Coaching immer weiter verbreitet. Die Skeptiker sind inzwischen in großen Konzernen deutlich in der Unterzahl.